Tracklisting:

  1. Infernal Overdrive
  2. Storm The Shores
  3. Pretty May
  4. Chasing Dragons
  5. Voyage Of The Wolf Raiders
  6. Critical Mass
  7. Cocoon
  8. Metamorphosis
  9. The Illusions Tears

Info

  • Label: M-Theory Audio
  • Genre: Heavy Metal
  • Veröffentlichung: 12. Januar 2018

Band:

  • Gesang: Wyatt Anderson
  • Gitarre: James J LaRue
  • Bass: Jon Leon
  • Schlagzeug: Dylan Marks

Produktion

Produziert von: Ralph Patlan

Aufgenommen von: Ralph Patlan

Gemischt von: Ralph Patlan

Gemastered von:

REVIEW

Es ist schon so eine Sache mit dem New Wave of British Heavy Metal. Ich bin vor Jahrzehnten über diese Musikrichtung an den Heavy Metal rangeführt worden, deshalb schlägt tief in mir drin wohl ein britisches Rocker Herz, wenn auch meine Lieblingsbands mittlerweile aus ganz anderen Ländern stammen. Heute wird der NWoBHM jedoch nicht mehr nur von Bands aus England zelebriert, da kommt es durchaus vor, dass eine Band wie White Wizzard auf der Bildfläche erscheint. White Wizzard stammen nämlich aus Los Angeles, die Stadt die früher von Haarspraydosen und Glamrockern in Beschlag genommen wurde. Im Gegensatz zu vielen anderen Bands, sind aber White Wizzard in diesem Genre richtig gut zu Hause und machen ihre Sache auch verdammt gut. Infernal Overdrive ist ja auch bereits das vierte Album der Vier Rockern aus dem Amiland, so langsam sollte man also wissen wie es geht. Die Parallelen zu den Grössen der britischen Metalszene sickern immer wieder einmal mehr einmal weniger durch. Judas Priest lässt bereits am Anfang grüssen und wer sich Voyage of the Wolf Raiders anhört kommt gar nicht an den eisernen Jungfrauen vorbei. Trotz den, oder vielleicht gerade deshalb ist das Album aber durchaus berechtigt und auch richtig gut. Den die «Originale» haben schon lange nicht mehr die Klasse ihrer früheren Taten, vorallem wenn ich an die Priester denke. Auch der Sänger Wyatt Anderson besitzt weit mehr als nur ein wenig Talent, der singt sich selbst in schwindelerregend hohen Lagen sicher durch die Tonleitern. Es gibt sogar Sachen da fühl ich mich an Geoff Tate erinnert als er noch The Lady Wore Black sang. Textlich lassen sie zwar dieses «great again» Ding ihres aktuellen Präsidenten extrem durchsickern, was nicht so mein Ding ist. Ist mir einfach zu patriotisch ausgerichtet, aber bitte sehr. Wenigstens ist man so bei den Texten meilenweit von der NWoBHM üblichen Klischéeergüssen entfernt. Bei mir zählt sowieso seit je her mehr die Musik als der Text, bei White Wizzard ist es mir einfach ein bisschen zu sehr landespatriotisch. Da sollte sich Songschreiber und Gitarrist Jon Leon ein wenig was anderes einfallen lassen. Auf diesem Feld tobt sich schon sein Namensvetter Jon Schaffer aus. Musikalisch jedoch kann ich gar nichts meckern, keine übertriebenen Egotrips, immer schön im Dienste des Songs, selbst bei den Soli. Genau so will ich es haben, verspielt und nie langweilig. Wenn jetzt textlich weniger glorifiziert wird, dann sind White Wizzard in ein paar Jahren eine durchaus ernste Konkurrenz zu den Genre Platzhirschen, die ja sowieso langsam aber sicher die Segel streichen und eine Lücke hinterlassen würden. White Wizzard ist aber durchaus in der Lage diese zu schliessen, ohne Wenn und Aber.

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