Mit Caffeine and Cocaine veröffentlichen Tyrannosaurus Globi (TYSG) ihr erstes Musikvideo. Wurde auch Zeit!

Caffeine and Cocaine handelt von den Schattenseiten der Leistungsgesellschaft, von der sich TYSG mit dem Song distanzieren. Offensichtlich! Das Video ist neu, der Song schon vor drei Jahren auf dem Album Disturbing Attraction of Carcasses veröffentlicht worden. Tyrannosaurus Globi können kaum als Workaholics bezeichnet werden.

Dass das Video allerdings erst jetzt erscheint hat aber andere Gründe als die eigene Trägheit. Nach der Veröffentlichung des Albums kommt es zu mehreren Personalwechseln am Bass. Wieder komplett, war TYSG im Frühling 2020 bereit eine Tour anzutreten. Doch dann beginnt die Geschichte die wir alle gut kennen und schon oft rezitiert haben.

Während andere Bands die Zeit nutzen um Songs zu schreiben, sitzt bei Tyrannosaurus Globi der erneute Rückschlag tief. Einzelne Mitglieder brauchen und nehmen sich Zeit. Die angefangene zweite LP bleibt vorerst liegen. Die Band kehrt nach fast einem Jahr Pause zurück in den Proberaum. Kaum zurück folgen private Schicksalsschläge. Wieder braucht es Zeit.

TYSG rafft sich schlussendlich auf und entscheidet sich, ein lange überfälliges Musikvideo zu drehen.  Mit Andy Quan von Urbanistic Productions finden sie einen geeigneten Partner der ihre Visionen teilt.

 

TYSG hatte sich immer gesträubt ein Performance Video zu drehen. Ausschlaggebend für den Sinneswandel war die Location. Im Gegensatz zu anderen typischen Drehorten wie der Lagerhalle bot sich die Gelegenheit das Thema des Songs in der Location zu spiegeln. TYSG ist im Video vor grossen weissen Hügeln aufgestellt. «Caffeine and Cocaine» schreit R in die Halle. Selbst die Narcos würden ob solcher Mengen staunen. Auf dem Amp liegt das weisse Gold konsumfertig bereit. Um den Schlagzeuger herum liegen leere Club Mate Flaschen – vor dem Pedalboard die Energy Drinks. «Energy is, my favourite taste, since food is functional» heisst es weiter.

Der Song handelt davon zu funktionieren, wenn Leistungssteigernde Mittel notwendig werden  –  zu funktionieren, wenn es eigentlich gar nicht mehr geht. Und genau das tun TYSG. Die Band die schon unzählige Male über die Klippe hätte springen sollen ist noch immer da. Unkraut vergeht nicht, heisst es. TYSG sind kein Strohfeuer, haben noch nie hell geleuchtet. Die Band ist dagegen eher eine Kohlemine die unterirdisch in Brand geraten ist und nun Jahrzehnte vor sich hin schwelt. Mit dem Video dringt nun die Flamme eines schon vor langer Zeit gelegten Feuers an die Oberfläche.

Am 23. April ist TYSG am Bscene Musikfestival und am 12.Mai im Hirscheneck als Support von Bongzilla zu sehen und hören. Das Monster lebt!

Quelle: Sixteentimes Music