Was war ich gespannt, als bekannt wurde, dass Linkin Park wieder mit neuem Material an die Öffentlichkeit kommen werden. Zudem gab es auch noch gleich einen Livestream, bei welchem die neue Sängerin Emily Armstrong vorgestellt wurde. Das durfte ich mir nicht entgehen lassen, auch wenn es nach Mitternacht wurde bis die Show zu Ende war, mitten unter der Woche. Schlaf wird ja bekanntlich überbewertet. Dabei gab es mit The Emptiness Machine auch gleich einen neuen Song. Und Leute, dieser hat mich echt weggehauen.
Der Song beinhaltet alles was Linkin Park ausmacht. Zudem ist er echt genial aufgebaut. Erst übernimmt Mike Shinoda die kompletten Gesangslinien, um dann nach dem ersten Refrain Emily das Mikrofon zu überlassen. Meine Fresse hat diese Frau eine Stimme. Ich verstehe alle die negativen Kommentare die danach das Netz füllten nicht. Linkin Park hat alles richtig gemacht und sind den besten Weg gegangen den sie haben gehen können. Wie wäre es herausgekommen wenn sie einen Sänger hingestellt hätten? Die Vergleiche zu Chester wären nur noch viel schlimmer geworden. The Emptiness Machine hat sämtliche Inhaltsstoffe die es braucht, damit am Ende ein Linkin Park Song rauskommt. Wenn ich mir den Text der ersten Strophe, welcher ja Mike alleine singt, genauer anhöre, glaube ich, er wusste nur zu genau, dass in der weiten Welt alle Kritiker darauf gewartet haben die Band zu zerreissen. Sonst hätte er sich wohl diese Worte nicht in den Mund gelegt; „Your blades are sharpened with precision, flashing your favorite point of view. I know you’re waiting in the distance, Just like you always do.“ Als Emily dann übernimmt wird diese Tatsache bekräftigt mit der Zeile „It’s been decided how we lose“. Die Kritiker wollten die Band zerreissen, sie dafür bestrafen weiterzumachen als Linkin Park. Selbst die Familie von Chester mischte sich negativ mit ein. Eines muss aber allen klar sein, Linkin Park existierte bereits bevor Chester zur Band kam. Man hat sich einfach umbenannt als Chester dazu stiess, aber die Grundzüge der Band bestanden schon. Bei vielen Songs des Debütalbums wird in den Songwriter Credits noch Chesters Vorgänger Mark Wakefield aufgeführt.
Linkin Park hat es aus meiner Sicht deshalb klar verdient den Titel Song des Jahres für The Emptiness Machine abzuholen.