Es ist Freitag der 13. Februar 1970. Ein neues Zeitalter wird in Birmingham geboren. Black Sabbath veröffentlicht ihr erstes Album und markiert damit die Geburtsstunde des Heavy Metals. Mit dabei Ozzy Osbourne der zusammen mit Tony Iommi, Geezer Butler und Bill Ward fortan Songs schaffen, die verantwortlich dafür sind, Abertausenden von Musikern den Weg zu zeigen.
Ozzy’s Fähigkeiten mit seiner Stimme die düsteren Kompositionen rasiermesserscharf zu durchdringen, ist einzigartig. Er verdiente sich den Titel Prince Of Darkness wie kein anderer auf diesem Planeten und legte sich damals bereits den Grundstein zur Legende.
Aber was macht eine Person zur Legende. Zur Legende wird man wenn man sich seinem Leben, seinem Handeln oder dem Einfluss den man ausübt ins kollektive Gedächtnis bringt. Okay, im Falle von Ozzy, waren es wohl nicht immer die Vorzeigehandlungen. Dabei ist das Schnupfen einer Ameisenstrasse am Pool wohl noch das kleinste Übel. Zu Beginn seiner Solokarriere biss er 1981 bei einem Treffen mit seiner Plattenfirma einer lebenden Taube den Kopf ab. 1982 musste eine tote Fledermaus dranglauben, tja die Tollwutimpfung danach musste verdient werden. Es gibt noch Dutzende solche Entgleisungen, niemand nahm es ihm aber wirklich übel. Über seinen Einfluss, darüber muss man wohl in der Rockwelt nicht diskutieren, dieser ist allgegenwärtig. Ich mag mich auch an eine Umfrage zu Zeiten von George Bush Senior erinnern, als Leute auf der Strasse gefragt wurden, ob sie wissen wer der US-Präsident ist oder wer Ozzy ist. Es kannten mehr Leute Ozzy als George.
Kurz gesagt ist eine Legende eine Person, dessen Geschichte weiterlebt, selbst wenn die Person nicht mehr unter uns weilt.
Der heutige 22. Juli 2025 ist der Tag, an dem erst einmal die Geschichte stehenbleiben wird. Ozzy Osbourne hat die irdische Bühne verlassen, keine drei Wochen nachdem er sich öffentlich von seinem Publikum verabschiedet hat.
Für mich persönlich war Ozzy eigentlich immer unsterblich, so wird er es auch immer sein, wenn auch nicht mehr als Person, dann durch seine Musik. Als junger pubertierender Teenager wurde ich zum ersten Mal auf Ozzy aufmerksam, durch das altehrwürdige Sony im Rothenthurm, wo ich hin und wieder mit dem Fahrrad hochradelte, ich hatte ja kein Töffli. Da hat es mir aber definitiv den Ärmel reingenommen, diese Stimme als ich zum ersten Mal „All aboard“ hörte, unbeschreiblich. Black Sabbath, kam erst danach auf den Plan, obwohl ich schon soviele von den Engländern beeinflusste Bands bewusst oder unbewusst gehört hatte.