Keine Ahnung was das Jahr 2011 im Aztekenkalender übersetzt wäre. Damals wurde im Mexico die Band Cabrakaän von Sängerin Patrizia Cuikani und Schlagzeuger und Komponist Marko Cipäktli gegründet. Mittlerweile ist die Band jedoch nach Calgary gezogen und verbreitet nun von Kanada aus ihr zweites Album Aztlán. Angepriesen wird es als Folk Metal, dem ich jedoch nur teilweise zustimme. Durch die Sopranstimme von Patrizia bekommt es automatisch einen starken symphonischen Einschlag. Wenn dann vieles auch noch in spanisch gesungen wird, was für mich wie italienisch eigentlich ein recht opernhafte Sprache ist, lässt sich die Schublade auch nicht mehr ganz verleugnen. Ich zumindest entdecke den Folk eher nur am Rande. Das Instrumental Tonantzin, welches den Einstieg ins Album darstellt ist, entführt mich dann aber auch wieder eher in einen Indiana Jones Soundtrack. La Cigarra, eine Neuinterpretation des Mariachi Stückes, lässt mich dann eher auf eine Hazienda entfliehen und ich weiss nicht so recht ob jetzt zum Flamenco eingeladen wird oder nicht. So richtig zünden vermag das gesamte Material bei mir jedoch nicht. Es wirkt mir alles noch ein wenig orientierungslos. Mir fehlen da die Momente die mich den Huitzilopochtli anbeten lassen. Am ehesten holt mich noch Malintzin ab, der so ein paar Nightwish Momente hat. Wer aber gerne so Operetten Symphonic Death Folk (ich glaub jetzt ist dann alles drin) Metal zu seinem erklärten Stil deklariert, sollte unbedingt ein Ohr riskieren. Das Album ist seit dem 17. November über diesen Link erhältlich https://cabrakaan.bandcamp.com/album/aztl-n