Die finnische Melodic-Metal-Band After Infinity meldet sich mit „Beyond Eternity“ zurück, ihrem zweiten Album, das die Identität des Projekts festigt und erweitert. Der Fokus liegt dabei stärker auf kompositorischer Tiefe, vokaler Vielfalt und emotionaler Bandbreite. Konzipiert und geleitet von Gitarrist und Songwriter Zsolt Szilagyi, baut das Album auf dem Fundament des Debüts von 2024 auf und entwickelt sich weiter in Richtung progressiver Strukturen, ohne dabei den starken melodischen Kern zu verlieren.
Die Albumkampagne startet mit „King With No Crown“, gesungen von Paolo Ribaldini und begleitet von einem offiziellen Lyric-Video. Der Song, getragen von kraftvollem Gitarrenspiel und dramatischen Orchesterarrangements, thematisiert die Rebellion gegen illegitime Macht. Parallel dazu veröffentlicht die Band „Hands of Time“ als eigenständige Single mit Aitor Arrastia (Metal De Facto) am Gesang – eine 12-minütige progressive Komposition, die das ambitionierteste und konzeptionell umfassendste Stück des gesamten Albums darstellt.
Statt auf einen festen Sänger oder eine feste Sängerin zu setzen, präsentiert „Beyond Eternity“ wechselnde Künstler und verleiht jedem Track so eine eigene, erzählerische Dimension. Sechs verschiedene Gastsängerinnen und -sänger tragen jeweils mit ihrer individuellen Klangfarbe zum Gesamtbild bei und bleiben dabei in einem stimmigen Klanggerüst verankert, das von vielschichtigen Orchesterarrangements, dynamischem Gitarrenspiel und sorgfältig ausgearbeiteten Arrangements geprägt ist.
Musikalisch bewegt sich das Album im Spannungsfeld von Power Metal, Heavy Metal und Progressive Metal und balanciert Unmittelbarkeit und Komplexität. Wirkungsvolle Kompositionen, getragen von prägnanten Riffs und symphonischen Klängen, stehen neben ruhigeren Momenten, darunter klavierbetonte Passagen und atmosphärische Zwischenspiele. Dieser Kontrast ist strukturell bedingt: Jeder Track erfüllt eine präzise Funktion im Albumfluss, wodurch Redundanz vermieden und ein kontinuierliches Gefühl von Abwechslung erzeugt wird.
Textlich erkundet „Beyond Eternity“ ein breites emotionales Spektrum und bewegt sich zwischen Wut, Widerstand, Selbstreflexion und Hoffnung. Während „King With No Crown“ kollektiven Aufstand verkörpert, lenken andere Tracks den Blick auf persönliche Reflexion und existenzielle Fragen. Das abschließende „Hands of Time“ erweitert diese Vision zu einer philosophischen Auseinandersetzung mit der Zeit, dem Ursprung des Universums und dem Sinn des Daseins selbst und unterstreicht so die progressive Dimension des Albums.
Produktionstechnisch bewahrt das Album eine konsistente Klangidentität und lässt gleichzeitig den einzelnen Darbietungen ihren Charakter. Das Album wurde von Zsolt Szilagyi produziert, der Mix stammt hauptsächlich von Benjamin Connelly, das Mastering von Jasse Kesti, wodurch Klarheit trotz der dichten Arrangements und der vielschichtigen Instrumentierung gewährleistet wird.
Die kollaborative Dimension ist zentral für die Entwicklung des Projekts. Neben Szilagyi enthält das Album Orchesterarrangements von Gideon Ricardo und Bass-Einlagen von Ville Koskinen. Eine lange Liste von Gastsängern – darunter Paolo Ribaldini, Mika Tauriainen, Sara Strömmer und Aitor Arrastia – unterstreicht die Vielschichtigkeit des Albums, ohne dessen Kohärenz zu beeinträchtigen.
Nach ihrem gefeierten Debütalbum, das für sein Songwriting und seine Musikalität gelobt wurde, verfeinern After Infinity mit „Beyond Eternity“ ihren Stil und liefern ein Album ab, das Komposition, Abwechslung und emotionale Wirkung über Formelhaftigkeit stellt. Das Ergebnis ist ein Werk, das fließend zwischen melodischer Zugänglichkeit und progressivem Anspruch wechselt und die Band mit einer klar definierten künstlerischen Ausrichtung in der zeitgenössischen europäischen Metal-Szene positioniert.
After Infinity Line-up:
Zsolt Szilagyi: Gitarre, Synthesizer, Drum-Programmierung, Backing Vocals
Gideon Ricardo: Orchestrierung, Synthesizer
Ville Koskinen: Bass
Gäste:
Paolo Ribaldini (Delain, Leverage, Seraphiel)
Aitor Arrastia (Metal de Facto)
Nitte Valo (Dreamtale, ex-Battle Beast)
Mika Tauriainen (Entwine, Shamrain)
Sara Strömmer (Shereign, ex-Fear of Domination)
Leonard F. Guillan (ex-King Company)
Über After Infinity:
After Infinity ist ein finnisches Melodic-Power- und Heavy-Metal-Projekt, das 2022 von Gitarrist und Songwriter Zsolt Szilagyi, bekannt durch seine Arbeit mit Dreamtale und Frozen Factory, gegründet wurde. Die Band, die auf einer flexiblen und kollaborativen Struktur basiert, entstand aus Szilagyis Wunsch, über einen reinen Solo-Ansatz hinauszugehen und ein dynamisches musikalisches Umfeld mit mehreren Musikern zu schaffen.
Anstatt auf eine feste Besetzung von Sängern zu setzen, entwickelte After Infinity eine unverwechselbare Identität durch die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Gastsängern. So erhält jeder Song seinen eigenen Charakter, ohne dabei die einheitliche künstlerische Vision zu vernachlässigen.
Dieser Ansatz wurde schnell zu einem prägenden Element des Projekts und machte es zu einer Plattform, auf der verschiedene Stimmen und Einflüsse zusammenfließen.
Der Sound der Band vereint kraftvolle Gitarrenriffs, opulente Orchesterarrangements und eingängige Melodien und wechselt nahtlos zwischen kraftvollen Metal-Kompositionen und introspektiven Passagen, die von Klavier und atmosphärischen Klängen getragen werden. After Infinity, beeinflusst von Power Metal, Heavy Metal und progressivem Metal, bietet ein vielseitiges Hörerlebnis, geprägt von Kontrast, Emotion und kompositorischer Tiefe.
Ihr selbstbetiteltes Debütalbum, erschienen 2024, erhielt positive Kritiken für Songwriting und Musikalität und etablierte das Projekt in der finnischen Metal-Szene. Auf diesem Fundament aufbauend, erweitert das zweite Album „Beyond Eternity“ die Klangpalette der Band, präsentiert neue Gastsänger und verschiebt die Balance zwischen Härte, Melodie und progressiven Elementen, ohne dabei die charakteristische Identität von After Infinity zu verlieren.