Tigersclaw

Tracklisting:

  1. Force Of Destiny
  2. Walpurgis Night
  3. Tigersclaw
  4. Speed Of Light
  5. Empire Of Forgotten Souls
  6. Lightyears Away
  7. Still Of The Night
  8. The Fallen Queen
  9. Feel The Night
  10. For Kingdoms Pride
  11. Dimitte Me
  12. Tears In The Night
  13. Angels Don’t Cry
  14. Breath Of The Dragon
  15. Love At First Sight

Info

  • Label: 7hard
  • Genre: Symphonic Metal
  • Veröffentlichung: 15. Februar 2019

Band:

  • Gesang: Elena Minina
  • Alle Instrumente: Alexander Baier
  • Schlagzeug: Ralf Neumann

Produktion

Produziert von: Alexander Baier

Aufgenommen von: Alexander Baier

Gemischt von: Alexander Baier

Gemastered von:

REVIEW

Die Tigerkralle schlägt wieder zu. Nachdem vor rund eineinhalb Jahren das Debüt Princess Of The Dark von Tigersclaw schon kaum aus meiner Playlist zu eliminieren war. Doppelt die Band jetzt nach. Force Of Destiny geht auch konsequent den gleichen Weg wie schon das Debüt. Zu hören gibt es also wieder lupenreinen Symphonic Metal veredelt wiederum durch die unglaubliche Stimme von Elena Minina. Wiederum am Schlagzeug sitzt Ralf Neumann und die Songs wurden erneut alle von Multiinstrumentalist Alexander Baier geschrieben und bis eben aufs Schlagzeug auch eingespielt.

15 Songs mit einer Gesamtspieltzeit von knapp 5/4 Stunden sind es geworden. Erneut kompositorisch auf extrem hohen Level. Kurzer Drumwirbel und dann gleich eine Ohrwurmmelodie an der Gitarre raushauen, so steigt man in den Titelsong Force Of Destiny ein. Genau so hat man mich auch wieder um den Finger gewickelt wie schon vor ein paar Monaten. Die Gesangslinien der Strophen erinnern mich hier ein wenig an Lacuna Coil bevor es in einen mitsingverdächtigen Refrain übergeht, wo Elena schon ein erstes Mal zeigt in welche Sphären sich ihre Stimme zu bewegen vermag. Gemächlich geht es mit der Walpurgis Night weiter. Bis dann nach rund einer Minute Spielzeit der Song eine Kurskorrektur vornimmt und mit einem Riffgewitter fortgeführt wird. Ich möchte nicht unbedingt auf jeden Titel einzeln eingehen, aber bei gewissen Songs ist Nomen Est Omen. So bei Speed Of Light, der ziemlich rasant loslegt, bis auch hier die hochgeschriebene Abwechslung das Szepter in die Hand nimmt und in einen richtig geilen schleppenden Groove übergeht nur um dann für den Refrain wieder das Gaspedal runterzudrücken. Mit Empire Of Forgotten Souls ist Tigersclaw eine Halbballade geglückt, bei welcher sich die Stimme (Amy Lee lässt grüssen) wunderschön in die sägenden Gitarreneinwürfe einbettet. Lightyears Away könnte genau so gut auf irgendeinem Stratovarius Album früherer Tage stehen. Zur Album Mitte gönnt uns Tigersclaw eine Durchschnaufpause in Form der Ballade Still Of The Night. Gegen Ende des Songs kann ich mir bildlich die Sage der Loreley vorstellen. Wohl genau so müssen die Sirenen die Flussfahrer betört haben. Tigersclaw aus Tübingen ist erneut ein sensationelles Symphonic Power Metal. Mit der zunehmenden Länge des Albums wünschte ich mir zwar hin und wieder mal ein paar neue Gitarrensounds, auch wenn es nicht so ist, es hört sich dann halt alles irgendwie ähnlich an, so rein gefühlsmässig. Vielleicht wären zwei bis drei Songs weniger auf dem Album für den Fluss besser gewesen. Mit Angel’s Don’t Cry wird dank den gregorianischen Chören am Anfang das Ruder wieder rumgerissen ein komplett neuer Spannungsbogen erzeugt, was auch wieder die gewohnte Abwechslung bringt.

Force Of Destiny ist erneut ein richtig gutes Album der deutsch-russischen Arbeitsgemeinschaft geworden. Ein Album mit einer enormen Länge wie es heute auch selten mehr anzutreffen ist. Die Kompositionen sind, wie schon erwähnt, hochstehend und haben dank der unglaublichen Stimme von Elena ein Alleinstellungsmerkmal mit hohem Wiedererkennungswert. Ich stufe zwar das Debüt noch ein wenig höher ein als dieser Zweitling aber für jeden Fan von Symphonic Metal immer noch mit uneingeschränkter Kaufempfehlung.

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