Kennt die eigentlich noch einer. Gunshy aus dem Tessin? Nicht, keine Angst dies wird sich ändern. Die Band plant ein Comeback und veröffentlicht am 29. November 2021 (dies ist kein Schreibfehler) die Wiederveröffentlichung ihres 1995 erschienen Albums MayDay beim dänischen Label Lions Pride Music. Das Album soll nochmals in einer streng limitierten Auflage von 500 Stk. erscheinen.

MayDay war, wie damals so viele Alben, im Erscheinungsjahr 1995 leider komplett zum falschen Zeitpunkt rausgekommen. Diese Art von Musik war einfach nicht mehr gefragt. Dabei verbinden die Tessiner feinen melodiösen Hard Rock der Marke Autograph, Black ‘n’Blue (Tommy Thayer und Jamie St. James steuerten sogar die Backing Vocals bei) mit etwas Journey und viel Bon Jovi. Die Stimmfarbe von Sänger John Luke ist nicht wirklich weit vom New Jersey Sänger entfernt. Das Album wurde damals übrigens in Los Angeles aufgenommen, streng beaufsichtigt von Pat Regan, der schon mit KISS, Quiet Riot, Deep Purple oder Silent Rage zusammen gearbeitet hat, nur um ein paar wenige zu nennen. Selbst ein wenig Funk und Soul wurde aufs Album gepackt, als man sich entschied die Stevie Wonder Nummer Superstitious zu covern und sie sehr interessant umarrangierten. Wäre, und jetzt kommt wieder dieser Spruch, dieses Album ein paar Jahre früher, so gegen Ende der 80er erschienen, hätte sich die Karriere von Gunshy vermutlich ganz anders entwickelt, so löste sich die Band aber nach diesem Album wieder auf, da der Erfolg leider ausblieb. Aber diese Gelegenheit können Sie nun nochmals anpacken, den gerade der Hard Rock mit 80er Anstrichen feiert aktuell ein schönes Comeback und wieso sollen nun meine Landsmänner nicht auch Beachtung geschenkt bekommen, zu gönnen wäre es ihnen und das Album ist wirklich alles andere als schlecht. Wer dieses Album noch vor dem 29. November 2021 irgendwo entdeckt (bei Discogs gibt es ein paar Verkäufer), dies ist ein Pflichtkauf, glaubt es mir, es lohnt sich.