Was ich beim Jahresrückblick noch vergessen habe, resp. mir vorgenommen habe dies erst später zu präsentieren sind meine persönlichen Abräumer des Jahres 2018. Dies werde ich jetzt mal kurz nachholen.

Song of the Year

Wer meinem persönlichen Facebook Account schon folgt hat es allenfalls schon vor ein paar Tagen mitgekriegt welches mein Song des Jahres ist. Für alle die mich kennen vermutlich auch nicht ganz überraschend, schliesslich haben meine zweitliebsten Finnen eine neue sensationelle Platte an den Mann und die Frau gebracht. Darauf enthalten ist der Übersong Amongst Stars den sie zusammen mit Anneke Van Giersbergen aufgenommen haben. Der Song widerspiegelt für mich einfach alles was Amorphis ausmacht. Hammerstarke Harmonien, fette Growls gepaart mit dem unverkennbaren Gesang von Tomi Joutsen der einfach beides perfekt beherrscht. Es ist einfach wieder einmal ein Hammersong den Keyboarder Santeri Kallio hier zusammen gezimmert hat.

 

Record of the Year

Auch das keine so leichte Wahl wie ich gefunden habe, da gab es einfach etliche wirklich richtig starke Alben die mich erreicht haben oder über die ich gestolpert bin. Klar wären hier jetzt ebenfalls Amorphis Kandidat für das Album des Jahres, den Queen Of Time war wirklich ein Killer. Aber auch aus dem Melodic Rock Bereich darf man sicherlich Kissin’ Dynamite nicht vergessen die sich von Album zu Album mehr steigern und in diesem Jahr wieder gezeigt haben wie man richtig gute Ohrwürmer schreibt. Mein Titel für das Album des Jahres geht aber nach Kanada zu Striker. Die haben mich diesen Herbst richtig überrascht mit ihrem neuen Album. Keine Band hat heuer so geil 80er Metal mit modernen Shreddergitarren veredelt und keine Band hat es in diesem Jahr zu mehr Umdrehungen im CD- Spieler meines Autos gebracht als die Kanadier mit Play To Win. Die Review dazu kannst Du hier nachlesen.

Striker - Play To Win
Striker – Play To Win

Überraschung des Jahres

Sie sind eine Legende und können eigentlich machen was sie wollen, auch wenn sie danach von den Kritikern komplett zerrissen werden, ihrem Lack schadet es nicht im Geringsten. 2018 aber haben Judas Priest eine totale Breitseite abgeliefert und wohl so ziemlich alle überrascht. Auch ich hätte dem Metal God und seinen Mannen nie im Leben mehr eine solche Platte wie Firepower zugetraut. Alleine der Song No Surrender steckt alles in den Sack was die britische Legende seit Painkiller rausgehauen haben. Was die Platte noch locker fertigbringt, nämlich mich richtig umhauen, schaffen sie auf der Bühne nicht mehr. Dazu ist mir die Geschichte zu statisch geworden und Halford muss wohl auch dem Alter mittlerweile seinen Tribut zollen. Aber Respekt Jungs, da habt ihr wieder ein richtig fettes Teil aufgenommen.

Live Auftritt des Jahres

Auch wenn in diesem Jahr meine Lieblingsband wieder auf Tour war und ein wahres Feuerwerk im wahrsten Sinne des Wortes abgeliefert hat. Nightwish haben den Titel in diesem Jahr nicht bekommen. Ich hab sie leider in Zürich nicht gesehen, weil da sollen sie gigantisch gewesen sein. Ich durfte sie in Schaffhausen live erleben, nur war der Sound da so katastrophal, so schlecht habe ich Nightwish noch nie abgemischt gehört. Selbst Schlagzeuger Kai nahm Tage später noch zu Fanpost Stellung. Dann waren da noch Iron Maiden, wohl bei vielen an vorderster Front wenn es um die Tour des Jahres geht, auch bei mir in bleibender Erinnerung, eine sensationelle Show und eine Band in Topform, dass ich die Band dann auch noch fotografieren durfte setzte dem ganzen noch das i-Tüpfelchen drauf. Aber die Show des Jahres lieferten für mich Parkway Drive am Greenfield ab, nicht einmal Headliner zeigten die Australier eine Show die sich gewaschen hatte, mit einer Super Setlist ausgestattet und einem neuen Album kamen sie nach Interlaken und brannten die Bühne wortwörtlich ab. War für mich richtig grosses Kino

Entdeckung des Jahres

Es gab auch in diesem Jahr wieder unheimlich viele Bands die ich zum ersten Mal gehört habe, teilweise weil ich einfach so drüber gestolpert bin, teilweise weil ich die CD’s oder digitalen Downloadversionen der Bands erhalten habe (nochmals Danke an alle Promoter). Aber für die Entdeckung hat das UrRock Musik Festival gesorgt. Nicht nur das mit dem UrRock sich ein neues Festival in meiner unmittelbarer Nähe platziert hat und gleich auf Anhieb mit seiner perfekten Organisation und einem richtig guten Billing für Stimmung gesorgt hat. Nein sie haben mir mit der slowenischen Band Avven auch noch gleich die Entdeckung in jeglicher Hinsicht geliefert. Sehr eigenständiger atmosphärischer Sound mit hohem Wiedererkennungswert, live super vorgetragen und zudem noch richtig coole Jungs.