Heute vor 35 Jahren wurde ein komplett neues Kapitel in der Musikgeschichte aufgeschlagen, als sich fünf Jungs aus New Jersey zusammen taten um Bon Jovi ins Leben zu rufen. Im Jahr zuvor hatte der Namensgeber Jon Bongiovi sich im Studio seines Cousins verschanzt und dort mit Studio Musikern zusammen den Song Runaway aufgenommen. Mit diesem Song im Gepäck erreichte er den ersten Platz bei einem Talentwettbewerb der am Radio ausgetragen wurde. Auf diesem ersten Demo spielte schon Bassist Hugh McDonald mit, der so gesehen das wohl dienstälteste Bandmitglied mit Unterbrüchen bei Bon Jovi ist, obwohl er erst 2016 offiziell in die Band aufgenommen wurde und erst seither auch auf Bandfotos erscheint.

Schon vorher 1978 traf er mit 16 Jahren den späteren Keyboarder von Bon Jovi, David Bryan, und gründete mit ihm die Band Atlantic City Expressway. Als Runaway zu einem massiven Radiohit wurde, lanciert durch den Sender WAPP sah sich Jon auf einmal vor der Situation zwar einen Hit zu haben, jedoch noch keine Band. So rief er David Bryan an um der Band beizutreten. David hatte im Vorfeld mit einem Medizinstudium begonnen, welches er beendete als Jon ihn anrief. David wiederum holte sich den Bassisten Alec John Such dazu und den bereits recht erfahrenen Tico Torres als Schlagzeuger. Alec und Tico haben zuvor schon zusammen bei der Band Phantom’s Opera gespielt. Tico selbst stand zu diesem Zeitpunkt schon mit Chuck Berry auf der Bühne, spielte schon auf gut zwei Dutzend Alben mit. Zudem war schon mit der Band Franke And The Knockouts recht erfolgreich und veröffentlichte einige Hitsingles. Jon wollte als Gitarristen eigentlich noch seinen Nachbar Dave Sabo in die Band holen, um Bon Jovi zu komplettieren. Daraus wurde leider nichts, Dave «The Snake» Sabo gründete später die ebenfalls sehr erfolgreichen Skid Row. Alec John Such und Tico Torres schlugen daraufhin den Gitarristen Richie Sambora vor, der schon für Joe Cocker eröffnet hatte mit seiner Band Mercy. Ebenfalls wurde er für ein Casting bei Kiss vorstellig, als diese einen Gitarristen suchten. Alec kannte ihn, da er 1982 zusammen mit Richie in der Band Message das Album Lessons eingespielt hat.

1984 erschien dann das Debütalbum der Band und wenig später standen sie schon im Vorprogramm von den Scorpions und Kiss auf der Bühne. Der weltweite Durchbruch kam dann 1986 mit der Veröffentlichung von Slippery When Wet, welches einige Hits wie zum Beispiel Livin’ On A Prayer beinhaltete. Von da an konnte Bon Jovi eigentlich fast nichts mehr falsch machen. Mit rund 130 Millionen verkauften Platten, zählt die Band zu den Top 20 der Welt. Zwar hat Bon Jovi in der 35 Jahre dauernden Karriere auch einige Tiefschläge einstecken müssen, konnten sich jedoch immer wieder aufraffen und sich zeitweise auch neu definieren und zurückschlagen. So zählen Bon Jovi auch heute noch zu einer der erfolgreichsten Stadion Bands, ihre Konzerte sind längst zu einer Best- Of Darbietung geworden. Zudem werden sie 2018 pünktlich zum Jubiläum wohlverdient in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen.

Ein paar Zahlen zu der schweizerischen Hitparadenstatistik von Bon Jovi. Die Band konnte 32 Singles in der offiziellen Schweizer Hitparade platzieren. Davon schafften es Always und It’s My Life bis auf die höchste Position. Insgesamt waren zehn Titel in den Top 10 platziert. Alle Singles zusammen waren 390 Wochen in den Charts platziert. Auch bei den Alben haben sie eine beeindruckende Statistik. Insgesamt 18 CD’s resp. Schallplatten platzierten sich in den Charts. Davon sage und schreibe 9 auf der Spitzenposition. Bis auf zwei Ausnahmen schafften es alle platzierten unter die Top 5 der Hitparade. Erstaunlich das gerade das Debüt Album mit dem Riesenhit Runaway es in Helvetien nie in die Hitparade geschafft, Album nicht wie auch die Single nicht. Alle Alben zusammen waren für 461 Wochen in den Charts vertreten. Das Bon Jovi auch aktuell in der schweizerischen Radiolandschaft einen Stammplatz haben zeigt eine Statistik von Airplay.ch. Innerhalb der letzten 30 Tage fanden es insgesamt 23 verschiedene Bon Jovi Songs ins Programm.